Was muss ich vor dem Kauf eines Industrie-PC bedenken?

Jede Fertigungsanwendung ist anders. Jede Betriebsumgebung unterscheidet sich. Um das breite Anwendungsspektrum von Industrie-PC abdecken zu können, steht eine große Anzahl an unterschiedlichen Bauformen und Systemauslegungen zur Verfügung.
Technische und betriebswirtschaftlich-organisatorische Kriterien sind maßgebend, um das optimale System für die konkreten Einsatzbedingungen zu identifizieren.

Die folgenden Kriterien sollten vor dem Kauf oder der Konfiguration eines Industrie Computers bedacht werden:

  1. Bauform/Ausführung
  2. Umgebungsbedingungen
  3. Vorhandener Platz und Einbausituation
  4. Erforderliche Leistung
  5. Art der Einbindung und Erweiterbarkeit des PC
  6. Langzeitverfügbarkeit

Welche Bauformen/Ausführungen gibt es Hauptsächlich?

  • 19"-Rack PC: wird in der Regel für den Einbau in einem 19-Zoll-Schrank benötigt
  • Mini-PC: besonders kompakte und robuste Alternative für den Einsatz direkt an der Maschine, zum Beispiel in Steuerpulten, aber auch der Einbau auf der DIN-Schiene im Schaltschrank ist möglich
  • Panel-PC: robuste Industrie-PC, die mit einem Touchscreen ausgestattet sind

Welche Umgebungsbedingungen beeinflussen die Auswahl des Industrie Computers?

  • Extreme Temperaturen oder starke Temperaturschwankungen bestimmen das Kühlprinzip des PC, z.B. ob mit oder ohne Lüfter
  • Hohe Luftfeuchtigkeit fordert einen speziellen IP-Schutz. Optimierte, sehr dichte Gehäuse und spezielle Filtervorrichtungen in den Kühllüftern ermöglichen diesen Schutz.
  • Vibrationen und Erschütterungen der Umgebung begegnet man mit besonders robusten Gehäusen und Steckverbindungen. Außerdem sollte weitestgehend auf bewegte mechanische Komponenten wie Lüfter und Festplatten verzichtet werden.
  • Magnetfelder oder andere elektromagnetische Störungen erfordern elektrisch abgedichtete Gehäuse und besonders gegen elektrostatische Entladungen geschützte oder sogar galvanisch getrennte Schnittstellen.

Warum ist die Einbausituation bei der Auswahl des Industrie-PC so wichtig?

Von der Einbausituation des Industrie-PC hängen der Formfaktor und die Gehäusegröße ab. Bei begrenztem Platz, wenn die Elektronik auf extrem kleinem Raum untergebracht werden muss, eigenen sich PC für die Hutschienenmontage sowie Gehäuse, die in der Regel für Embedded Systems (eingebettete Systeme) verwendet werden.
Die Einbausituation hat auch Einfluss auf die Möglichkeiten der Wärmeableitung am Industrie-PC.

Welche Ansprüche bezüglich der Leistungsfähigkeit werden an den Industrie-PC gestellt?

Eine pauschale Aussage zur Leistungsfähigkeit eines Industrie Computers kann nicht getroffen werden. So kommt ein Industrie-PC in der Automation meist mit einer relativ niedrigen Performance aus, da für die Steuerung industrieller Maschinen keine Hochleistungsprozessoren benötigt werden. Bei der Prozessvisualisierung oder Bildverarbeitung sind dagegen leistungsstarke Prozessoren und Grafiklösungen gefragt. Die Wahl des Prozessors und die Speicherausstattung richten sich nach den Einsatzgebieten.

Welche Anforderungen an den IPC gibt es bezüglich Schnittstellen und Erweiterbarkeit?

Für die meisten Anwendungen in der Industrie werden noch zusätzliche Einsteckkarten (z.B. Messkarten, Grafikkarten, Feldbuskarten) benötigt. Auch die Anschlüsse z.B. für Monitore oder PoE-Kameras müssen in der Planung eines Industrie Computers bedacht werden. Entsprechend werden die Erweiterungssteckplätze und Schnittstellen definiert.

Muss der Industrie-PC langzeitverfügbar sein?

In den meisten Fällen ist der Industrie-PC Bestandteil einer Gesamtlösung. Diese Lösung z.B. eine komplexe Maschine, erfordert eine Investition in die Entwicklung und den Aufbau. Für die Rentabilität dieser Investitionen ist es unerlässlich, dass der Industrie-PC über einen längeren Zeitraum identisch nachgeliefert werden kann. Dies erfordert die Wahl entsprechender langzeitverfügbarer Komponenten.

Was sind gängige Software-Anforderungen und Betriebssysteme für Industrie-PC Systeme

Die Software von Industrie-PC muss verschiedene Anforderungen erfüllen. So ist eine Forderung die einfache Integration der Prozess-Peripherie, aber auch hohe Standzeiten ohne Softwarefehler oder die Verarbeitung von Prozessdaten in Echtzeit gehören dazu.
Die verbreitetsten Betriebssysteme sind auch in der Industrie Microsoft Windows und Linux. Ein Vorteil von Microsoft Windows besteht darin, dass auf eine Palette verfügbarer Softwarelösungen und Entwicklungswerkzeuge zurückgegriffen werden kann. Varianten für die Industrie, wie z.B. Windows 10 IoT gehen besonders auf die Anforderungen der industriellen Nutzung ein.
Der Open-Source-Charakter von Linux ermöglicht es, eigene Modifikationen und Optimierungen vorzunehmen, mit denen auch das Betriebssystem an den entsprechenden Einsatzbereich angepasst werden kann.

Welche Dienstleistungen rund um den Industrie-PC bietet Ihnen Spectra?

Unter dem Begriff "Dienstleistungen" verstehen wir bei Spectra, Ihre Wünsche zu erfahren und diese bestmöglich umzusetzen. Hierzu bieten wir z.B. vielfältige Anpassungen von Industrie-PC Systemen, umfangreiche Systemtests, Hands-ON Workshops etc. an.
Einen Überblick über unsere Dienstleistungen finden Sie hier

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